Diese Verhaltensweisen sind Folgen der Demenz, können aber oft noch andere Gründe haben. Versuchen Sie, die Auslöser zu erkennen, indem Sie sich die Lebensgeschichte der Erkrankten näher anschauen. Häufig finden sich in der Biografie prägende Schlüsselerlebnisse, z. B. Kriegserfahrungen oder Schicksalsschläge, die in den Erkrankten wieder aufleben und in bestimmten Momenten real erscheinen.

So entsteht eine Situation, die Angst, Wut oder Zorn hervorrufen kann. Deshalb ist es wichtig, diese Schlüsselerlebnisse zu kennen, damit Sie in dieser Situation richtig reagieren können. Das schützt Sie als pflegende Angehörige und hilft den Demenzkranken aus ihrer Not. Durch Beschäftigung und Bewegung kann solchen Situationen vorgebeugt werden. So werden Anspannungen abgebaut.

Handlungshilfe bei wütendem Verhalten

  • Nehmen Sie Anschuldigungen und Beleidigungen nicht persönlich.
  • Versuchen Sie, die Situation zu deeskalieren, vermitteln Sie Ruhe, widersprechen Sie nicht, werden Sie nicht laut, sondern sprechen Sie leise.
  • Gehen Sie auf die Gefühle ein, lenken Sie die Gedanken auf etwas Positives.
  • Wenden Sie keine Gewalt an, akzeptieren Sie auch unverständliche Dinge.
  • Setzen Sie behutsam Grenzen und achten sie auf Sicherheit.
  • Finden Sie die auslösenden Gründe für das Verhalten. Versuchen Sie, auslösende Situationen zukünftig zu vermeiden.
  • Holen Sie sich rechtzeitig Hilfe, lassen Sie sich von erfahrenen Fachleuten beraten.

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